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26. November 2021

Diabetische Fußulzera

Temperaturmessung senkt nur bedingt Rezidivrisiko

„Hotspots“ scheinen bei Patienten mit diabetischem Fuß unter Belastung des Fußes zu entstehen und mit einem erhöhten Ulkusrisiko verbunden zu sein. Eine regelmäßige Temperaturmessung an den Fußsohlen zur Identifizierung solcher Hotspots (d.h. Temperaturdifferenz >2,2°C zw. entsprechenden Stellen am linken und rechten Fuß) sollte demnach das frühzeitige Erkennen drohender Geschwüre ermöglichen. Niederländische Forscher haben jetzt untersucht, inwieweit eine tägliche Temperaturmessung zu einer verringerten Inzidenz von Fußulzera bei Diabetikern beiträgt. Von den 304 rekrutierten Patienten erhielten 151 zusätzliche Temperaturmessungen an verschiedenen Stellen am Fuß. Bei Auftreten eines Hotspots sollten sie ihre Gehaktivitäten reduzieren, bis der Hotspot verschwunden war. Primärer Endpunkt war das Wiederauftreten eines Geschwürs innerhalb von 18 Monaten. Das Risiko für erneute Ulzera konnte durch tägliche Temperaturmessung zwar um 22% gesenkt werden, jedoch nicht signifikant. Lediglich Patienten, die ihren Fuß um mindestens die Hälfte weniger belasteten, entwickelten signifikant seltener Ulkusrezidive.

Bus SA et al.: BMJ Open Diabetes Research and Care 2021; 9: e002392. doi: 10.1136/bmjdrc-2021-002392

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