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31. März 2021

Unstatistik

3,02%

So viel betrug die COVID-19-Mortalitätsrate, die das Internetportal Statista am 23. Februar für Deutschland gemeldet hat. Andere Quellen konstatieren eine Rate von 1,4% bzw. weniger als 0,5%. Wie kommen diese unterschiedlichen Zahlen zustande?

Die Ursache liegt in der Natur der Daten. Bei Raten gibt es immer einen Zähler und einen Nenner. Der Zähler sollte eigentlich die am Coronavirus und nicht die mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen verzeichnen, was aber nicht durchgehend implementiert ist. Schwieriger wird es überdies noch dadurch, dass der Zähler der Mortalitätsrate statistisch gesehen eine „Flussgröße“, der Nenner dagegen eine „Bestandsgröße“ ist. Welche Bestandsgröße ist genau gemeint: die innerhalb eines bestimmten Zeitraums (welcher?) Verstorbenen geteilt durch eine bestimmte Anzahl Menschen an einem bestimmen Tag (welche Menschen, an welchem Tag)? Alle Menschen eines Landes insgesamt, die mit dem Coronavirus Infizierten oder die am Coronavirus tatsächlich auch Erkrankten? Selbst wenn man sich bei Zähler und Nenner auf eine einheitliche Vorgehensweise verständigen könnte, bliebe immer noch eine unterschiedliche Bevölkerungsstruktur, die etwa einen sinnvollen Vergleich über Länder hinweg sehr erschwert.

Quelle:
www.unstatistik.de

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