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20. Juli 2021

SARS-CoV-2 verändert Blutzellen langfristig

Forscher des Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen haben eine mögliche Ursache für das Long-COVID-Phänomen gefunden.

  • Mithilfe eines selbst entwickelten Verfahrens, der Echtzeit-Verformungszytometrie, analysierten sie mehr als vier Millionen Blutzellen von 17 akut an COVID-19 Erkrankten, 14 Genesenen und 24 Gesunden.

  • Größe und Verformbarkeit der Erythrozyten von Erkrankten schwankten stärker als bei Gesunden, was für eine Schädigung der Zellen spricht und evtl. für Gefäßverschlüsse und Lungenembolien bei COVID-19 verantwortlich ist.

  • Lymphozyten waren bei COVID-19-Patienten deutlich weicher, was auf eine starke Immunreaktion hinweist.

  • Ähnliches wurde bei neutrophilen Granulozyten beobachtet. Diese Zellen blieben sieben Monate nach der akuten Infektion drastisch verändert.

Lit.: Biophys J 2021; doi: https://doi.org/10.1016/j.bpj.2021.05.025

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