© wwing iStockphoto

7. November 2022

COPD

Disease-Management-Programm aktualisiert

Das Disease-Management-Programm (DMP) zu COPD ist an den neuesten medizinischen Wissensstand angepasst worden. Das schließt vornehmlich die Hinweise zur medikamentösen Therapie gemäß aktuellen Leitlinienempfehlungen ein. Eine noch stärkere Überwachung und Steuerung der Arzneimitteltherapie, insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Indikation für inhalative Kortikosteroide, sowie die Durchführung einer notwendigen Langzeit-Sauerstofftherapie von ≥ 15 Stunden/Tag sind die wesentlichen Änderungen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen hat. Bei den operativen Therapieoptionen wurden zudem die lungenfunktionsverbessernden Verfahren angepasst.

Des Weiteren rückt die Tatsache, dass Inhalationsrauchen wichtigster Risikofaktor für COPD ist, Maßnahmen zur Tabakkarenz in den Vordergrund. So soll jedem Raucher mit COPD der Zugang zu einem strukturierten, evaluierten und publizierten Tabakentwöhnungsprogramm ermöglicht werden.

Im nächsten Schritt prüft das Bundesgesundheitsministerium die aktualisierten Anforderungen an das DMP für COPD. Sofern nichts beanstandet wird, tritt die geänderte Richtlinie voraussichtlich am 1. April 2023 in Kraft.

Pressemitteilung des G-BA vom 18.8.2022


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
Neueste Artikel
Wie leitliniengerecht wird im Real-World-Setting behandelt?

Therapie der COPD

Für die Behandlung der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) gibt es etablierte Leitlinien, die evidenzbasierte Empfehlungen bei verschiedenen Krankheitsausprägungen aussprechen ...

Akute Atemwegsinfekte mit Halsschmerzen und Husten

Rationale Antibiotikatherapie

Akute Atemwegsinfekte sind häufige Beratungsanlässe in der Hausarztpraxis. Die Mehrheit ist viral bedingt und selbstlimitierend, in bestimmten Fällen können Patientinnen und Patienten ...