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19. Januar 2022

Neue COPD-Leitlinie

Empfehlungen zur Erleichterung der Patientenversorgung

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) COPD wurde in großen Teilen überarbeitet. Die vorliegende Teilpublikation der 2. Auflage enthält aktuelle Empfehlungen, um die Versorgung der Patienten bestmöglich zu unterstützen. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei die Tabakentwöhnung ein. Eine klinisch relevante Verbesserung der COPD lässt sich nur mit totaler Abstinenz erreichen. Angebote für eine Tabakentwöhnung sollen dabei verhaltenstherapeutische und medikamentöse Maßnahmen umfassen. Ebenso wie die Tabakentwöhnung ist auch die nichtmedikamentöse Therapie wie z.B. körperliches Training eine wichtige Grundlage der Behandlung, die idealerweise schon vor der Einleitung medikamentöser Langzeitmaßnahmen beginnen sollte (Ausnahme: Behandlung von Akutsituationen).

Auch für die Diagnose gibt es neue Empfehlungen. Hier sollen künftig bevorzugt die Referenzwerte der Global Lung Initiative (GLI) genutzt werden, um das Risiko von altersbedingten Über- und Unterdiagnosen zu verringern. Nur bei fehlender Verfügbarkeit der GLI-Referenzwerte kann auch der bisher gebräuchliche, starre Wert der FEV1/FVC <70% herangezogen werden.

Online
Weitere Informationen zur neuen NVL COPD sind abrufbar unter: www.leitlinien.de/themen/copd#

Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

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