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12. März 2022

Intensivmedizin

Gute Prognose nach erfolgreicher ECMO-Therapie

Welche langfristigen Folgen haben intensivmedizinische Eingriffe für die Lebensqualität der Patienten? Das haben Ärzte des Universitätsklinikums Freiburg bei Patienten untersucht, die aufgrund schwersten Lungenversagens zeitweise eine sogenannte ECMO-Therapie erhalten haben. Bei der extrakorporalen Membranoxygenierung wird das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und wieder zurück in den Körper gepumpt. Damit kann die Lungenfunktion für eine gewisse Zeit ersetzt werden. In ihrer Studie werteten die Forscher das Befinden von 289 Patienten aus, die im Zeitraum 2010 bis 2019 (d.h. vor der SARS-CoV-2-Pandemie) auf der Medizinischen Intensivstation der Klinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Freiburg eine ECMO-Therapie erhalten haben. 129 Patienten konnten das Krankenhaus genesen verlassen. An der Befragung nach durchschnittlich vier Jahren nahmen 53 Personen teil. Langfristig wiesen viele der 53 Befragten eine gute, mit der Allgemeinbevölkerung zum Teil vergleichbare Lebensqualität auf. Rund 60% der Betroffenen konnten wieder ihre alte Arbeit aufnehmen, weitere 20% eine alternative Tätigkeit.

Pressemitteilung Universitätsklinikum Freiburg

Rilinger J et al.: Crit Care 2021;25: 410. DOI: 10.1186/s13054-021-03821-0


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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