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28. August 2022

Long-COVID

Inspiratorisches Muskeltraining verbessert Atemnot

Viele COVID-19-Patienten leiden nach überstandener Infektion unter langanhaltenden Symptomen, insbesondere Atemnot, mit zum Teil erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität. Für solche Patienten mangelt es bisher an wirksamen Rehabilitationsstrategien, die auch ambulant durchgeführt werden können. Ein britisches Forscherteam hat jetzt in einer Studie das inspiratorische Muskeltraining (IMT), ein spezielles Atemtraining, als potenzielle rehabilitative Maßnahme genauer unter die Lupe genommen. Dazu wurden 281 Erwachsene (88% weiblich), die nach einer COVID-19-Infektion unter anhaltender Dyspnoe litten (9,0±4,2 Monate nach der akuten Infektion), eingeschlossen und einem 8-wöchigen IMT unterzogen. Es wurden Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie Fragebögen zur Atemnot, Atemmuskelkraft und Fitness vor und nach der Intervention erhoben und ausgewertet. Danach führte das IMT zu klinisch bedeutsamen Verbesserungen der Atemnot. Zudem verbesserten sich durch das Training auch die Atemmuskelkraft und die aerobe Fitness. Das IMT stellt den Autoren zufolge eine wirksame, ambulante Rehabilitationsstrategie dar.

Quelle: McNarry MA et al.: European Respiratory Journal 2022; DOI: 10.1183/13993003.03101-2021


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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