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9. September 2021

Lungenentzündung

So helfen Blutplättchen bei der Heilung

Bei einer Lungenentzündung wandern weiße Blutkörperchen in die Lunge und bekämpfen die Erreger – allerdings nicht ohne Schäden im Lungengewebe zu verursachen. Löst sich die Entzündungsreaktion nicht rechtzeitig wieder auf, kann eine chronische Entzündung mit dauerhaft eingeschränkter Lungenfunktion die Folge sein. Wissenschaftler der Universität Münster haben jetzt herausgefunden, dass Blutplättchen mit bestimmten weißen Blutkörperchen, den regulatorischen ­T-Zellen, interagieren und so zum Abklingen bakterieller Lungenentzündungen bei Mäusen beitragen. Bereits bekannt war, dass Blutplättchen zu Beginn einer Entzündungsreaktion mit neutrophilen Granulozyten (zur Abwehr von Krankheitserregern) „zusammenarbeiten“. Die Wissenschaftler zeigten nun, dass die Blutplättchen im weiteren Verlauf der Entzündung an die regulatorischen T-Zellen binden – Voraussetzung, dass die T-Zellen in einer Einheit mit den Blutplättchen in die Lunge an den Entzündungsort wandern. Dort sondern sie gemeinsam anti-­entzündliche Botenstoffe ab, durch die Makrophagen in der Lunge neu „programmiert“ werden: Die Fresszellen lotsen keine weiteren neutrophilen Granulozyten mehr an den Ort der Entzündung.

Rossaint J et al.: J Exp Med 2021; 218(7): e20201353

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