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26. November 2021

Lungenkrebs bei Nichtrauchern

Spezifische Mutationsmuster als Ursache

Rauchen gilt als Hauptursache von Lungenkrebs bei Rauchern. Doch auch Menschen, die niemals geraucht haben, erkranken immer wieder an dieser Krebsart. Amerikanische Forscher haben nun untersucht, welche Ursachen hier zugrunde liegen. Sie analysierten dazu Proben von 232 Nichtrauchern mit Lungenkrebs im Hinblick auf spezifische Mutationsmuster in den Genen der Krebszellen. Danach konnten sie drei Mutations-Subtypen mit unterschiedlichen Signaturen identifizieren, die sich bei Nichtrauchern unterschiedlich entwickeln:

Der dominante Piano-Subtyp zeichnet sich durch somatische Mutationen am UBA1-Gen aus, das bei der Reparatur von DNA-Schäden beteiligt ist. Beim sogenannten Mezzo-Forte-Subtyp ist das EGFR-Gen (Wachstumsfaktor-Rezeptor-Gen) häufig von Mutationen betroffen. Dieser Subtyp führt zu einem schnelleren Tumorwachstum. Ebenso der Forte-Typ, der durch eine Verdoppelung des gesamten Genoms gekennzeichnet ist.

Mutationssignaturen, die in direktem Zusammenhang mit Tabakrauchexposition stehen, wurden nicht festgestellt, auch nicht in Fällen von Passivrauchen.

Zhang T et al.: Nat Genet 2021; 53: 1348-59, https://doi.org/10.1038/s41588-021-00920-0

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