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19. Januar 2022

Glukokortikoid-induzierte Osteoporose

Experten setzen auf frühzeitige Vorbeugung

Schätzungen zufolge wird bis zu 1% der Bevölkerung westlicher Länder langfristig mit Glukokortikoiden behandelt. Sie werden vielfach bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, wie z.B. rheumatischen Krankheiten, eingesetzt. Eine mögliche Folge ist die Abnahme der Knochendichte bis hin zur Osteoporose (Glukokortikoid-induzierte Osteoporose, GIOP). Bei rund 30–40% der Patienten, die über einen längeren Zeitraum (ca. 4,5 Jahre) mit Kortison behandelt wurden, lassen sich aktuelle oder alte Frakturen nachweisen. Daher sollten Rheumapatienten, die wiederholt oder langfristig Glukokortikoide einnehmen, vorbeugende Maßnahmen ergreifen und vorsorglich auf eine sich entwickelnde Osteoporose untersucht und behandelt werden, so die aktuelle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Eine langfristige Kortisonbehandlung sollte z.B. durch eine kalziumreiche Ernährung und die Gabe von Vitamin D von Beginn an begleitet werden. Zudem sollte die Knochendichte regelmäßig geprüft und die zusätzliche Gabe von Medikamenten, die den Knochenabbau hemmen oder sogar den Aufbau fördern, erwogen werden.

Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

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