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26. Mai 2021

Axiale Spondyloarthritis

IL-17A-Inhibitoranhaltend wirksam

Der humane monoklonale Antikörper Secukinumab (Cosentyx®), der gegen das Interleukin(IL)-17A gerichtet ist, ist seit 2015 für verschiedene rheumatische Krankheiten zugelassen, darunter die früher als M. Bechterew bekannte ankylosierende Spondylitis (AS) und seit 2020 auch für die nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA).

Die axiale Spondylitis zeichnet sich durch starke Schmerzen im unteren Rückenbereich und Gesäß aus, die vornehmlich die zweite Hälfte der Nachtruhe beeinträchtigen und sich nur bei Bewegung verbessern. Betroffen sind meist bereits jüngere Menschen. Bei der nr-axSpA ist die typische Sakroiliitis nur im MRT, im späteren Verlauf auch röntgenologisch nachweisbar. „Je früher der Therapiebeginn, desto besser“, formulierte Dr. med. Leonore Unger, Klinikum Dresden. Dabei hält die schmerzlindernde Wirkung des Antikörpers Secukinumab gegen die speziell durch das IL-17A vermittelte Erkrankung in der placebokontrollierten Phase-III-Studie MEASURE 2 bereits über 5 Jahre an. „Es gibt also keinen medizinischen Grund, nicht schon frühzeitig nach der Diagnosestellung Secukinumab einzusetzen“, berichtete Dr. Hauke E. Heinz, niedergelassener Rheumatologe, Hamburg. „Die Schmerzen im Verum-Arm zeigen einen starken Rückgang, ebenso die Tagesmüdigkeit der Betroffenen. Andere Schmerzmittel wie Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können in hohem Maß durch eine Injektion des Biologikums pro Monat eingespart werden.“

Bericht: Dr. Jürgen Sartorius

Quelle: Virtuelles Pressegespräch „Der axSpA-Patient – Krankheitsbild und Therapiemanagement im Behandlungsalltag“, 08.04.2021, veranstaltet von Novartis Pharma GmbH

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