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15. Februar 2022

Zweiter „Coronawinter“

Sitzender Lebensstil schadet Hüfte und Knie

Hohlkreuz, verkürzte Schrittlänge, Steifigkeit: Der Bewegungsmangel während der „Corona“-Pandemie durch Homeoffice und Kontaktbeschränkungen schadet dem Bewegungsapparat, insbesondere Hüfte und Knie. Das stundenlange Sitzen mit gebeugten Gliedmaßen kann längerfristig zu Verkürzungen und Kontrakturen (Bewegungs- und Funktionseinschränkungen der Gelenke) führen. Diese wiederum begünstigen schädliche Fehlhaltungen und Fehlbelastungen. Erste Zeichen sind etwa eine Verstärkung der natürlichen Krümmung der Lendenwirbelsäule, mit Betonung des Bauches (Hohlkreuz). Zudem „hungert“ und leidet der Gelenkknorpel, da er nur durch die Pumpbewegungen bei körperlicher Aktivität mit nährender Gelenkflüssigkeit versorgt wird. Eine eventuelle Gewichtszunahme verstärkt diese negativen Effekte. Die AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V. rät deshalb, Muskulatur und Bänder täglich mehrmals bewusst zu dehnen. Zudem gelte es, Sitzgelegenheit und Sitzposition häufig zu variieren sowie grundsätzlich viel Bewegung in den Alltag zu integrieren. Dies gilt auch für Patienten, denen der Ersatz ihres Hüft- oder Kniegelenks bevorsteht.

Pressemitteilung AE – Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e. V.


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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