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29. August 2022

Frauen nach der Menopause

Mehr Schäden im Gehirn als bei gleichaltrigen Männern

Nach der Menopause ist bei Frauen das Ausmaß bestimmter Hirnschäden größer als bei gleichaltrigen Männern. Zu diesem Schluss kommen Forscher des DZNE nach Untersuchung von mehr als 3.400 Erwachsenen. Im Rahmen der Bonner Rheinland-Studie waren insbesondere bei älteren Erwachsenen auf MRT-Aufnahmen des Gehirns helle Flecken zu erkennen. Diese Flecken weisen auf Auffälligkeiten in der weißen Hirnsubstanz hin. Die sog. White Matter Hyperintensities werden von den Wissenschaftlern als Anzeichen von Gewebeschäden gesehen, die mit Durchblutungsstörungen, erhöhtem Blutdruck, Schlaganfall und kognitiven Beeinträchtigungen in Verbindung gebracht werden und somit als mögliche Risikofaktoren gelten. Die Anomalien nehmen im Hirngewebe mit dem Alter zu, dabei zeigten sich jedoch geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei Frauen vor der Menopause gab es noch keine signifikanten Unterschiede zu gleichaltrigen Männern. Nach der Menopause waren die Schäden an der weißen Hirnsubstanz bei Frauen jedoch ausgedehnter als bei Männern im gleichen Alter.

Literatur: Lohner V et al.: Neurology 2022; DOI: 10.1212/WNL.0000000000200782

Quelle: Pressemitteilung Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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