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13. Mai 2022

Akne

Hautfibroblasten als möglicher neuer Therapieansatz

Hauptverursacher von Akne ist das Bakterium Cutibacterium acnes (C. acnes), das sich in den Haarfollikeln der Haut vermehrt und eine Infektion auslöst. Die Prozesse sind noch nicht ganz verstanden. US-Forscher sind jetzt aber einer Antwort ein Stück nähergekommen. Frühere Versuche zeigten, dass die Adipogenese bei tiefen Gewebsinfektionen mit Staphylococcus aureus (S. aureus) eine Schlüsselrolle spielt: Dermale Fibroblasten reagieren auf S. aureus mit einer Transformation zu Vorstufen von Fettzellen (Adipozyten). In dieser Form setzen sie das antimikrobielle Peptid Cathelicidin frei, das die Vermehrung von S. aureus hemmt. Anknüpfend an diese Erkenntnis konnten die Wissenschaftler in ihrer aktuellen Untersuchung an Hautproben (von Menschen mit Akne und Mäusen mit akneähnlicher Hauterkrankung) nun zeigen, dass die Adipogenese von Hautfibroblasten für die Aknepathogenese entscheidend ist. Bestimmte Untergruppen von Fibroblasten wandelten sich bei C.-acnes-Exposition in Adipozyten um und produzierten Cathelicidin, das hemmend auf das Bakterium wirkt. Ein bislang noch unerwünschter Nebeneffekt: Durch die Fettbildung kommt es auch zum Wachstum von C. acnes.

O´Neill AM et al.: Science Translational Medicine 2022; 14(632). DOI: 10.1126/scitranslmed.abh1478

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