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13. Mai 2022

Autophagie

Zellreinigungsprogramm hilft bei Wundheilung

Autophagie ist ein zelluläres Recyclingsystem, das von der Hefe bis zum Menschen evolutionär erhalten geblieben ist. Autophagische Vesikel innerhalb der Zelle erkennen, verschlingen und verdauen Eindringlinge wie Bakterien und Viren oder zelleigenes Material wie angesammelte Eiweißklumpen. Das Material wird recycelt und versorgt die Zelle so unter Stressbedingungen mit Rohstoffen. Während des Alterns, einer Infektion oder einer Krankheit, wenn die ordnungsgemäße Funktion der Zellen nachlässt und sich schädliche Produkte in den Organen ansammeln, trägt die Autophagie-Funktion wesentlich dazu bei, wieder gesund zu werden. Ein Team von Kölner Wissenschaftlern hat jetzt im Tiermodell gezeigt, dass Autophagie auch eine wichtige Rolle bei der Wundheilung spielt: Wenn eine Wunde entsteht, wird der Prozess der Autophagie eingeleitet und von dem Proteinkomplex TORC1 reguliert. Dies ist eine neu entdeckte Funktion der Autophagie und der erste Nachweis, dass Autophagie die Bildung von Synzytien (mehrkernigen Zellen) außerhalb der Plazenta oder der Muskelentwicklung steuert.

Presseinformation Universität zu Köln

Kakanj P et al.: The EMBO Journal 2022; e109992; https://doi.org/10.15252/embj.2021109992

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