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20. August 2021

Geschwächtes Herz

Stärkung durch biologisches Pflaster

In Deutschland leiden vier Millionen Menschen an Herzinsuffizienz, Tendenz steigend. Aktuelle Therapien (Medikamente, Implantation eines Defibrillators) sorgen dafür, dass die Erkrankung langsamer fortschreitet, und schützen vor einem plötzlichen Herztod.

Die verloren gegangene Pumpkraft des Herzmuskels lässt sich damit allerdings nicht wiederherstellen. Die Studie BioVAT-HF-DZHK20 untersucht jetzt erstmals am Menschen den Einsatz eines neuartigen „Herzpflasters“. Es besteht aus Herzmuskelgewebe, das im Labor aus Stammzellen gezüchtet wurde, und soll die Pumpkraft von geschwächten Herzen stärken. Die Methode wurde am Standort Göttingen des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) entwickelt und wird nun von Wissenschaftlern am Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) an Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz (NYHA III oder IV) erprobt. Dazu wird das künstlich gezüchtete Herzgewebe mittels eines minimal-invasiven Eingriffs auf dem Herzmuskel implantiert. Vielen Patienten könnte dieser Therapieansatz eine Herztransplantation ersparen.

Quelle: Pressemitteilung Universitätsmedizin Göttingen

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