© Deagreez iStockphoto

28. August 2022

Assoziationen bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen

Haut und Darm hängen zusammen

In mehreren Studien wurden bereits chronisch-entzündliche Hauterkrankungen (CISD) mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) in Verbindung gebracht, wobei bisher nicht klar war, bei welchen CISD das CED-Risiko besonders hoch ist. Dieser Frage gingen jetzt US-Forscher näher auf den Grund. In ihrer Kohortenstudie verglichen sie die Häufigkeit von Colitis ulcerosa (CU) und Morbus Crohn (MC) bei Patienten mit und ohne CISD. Anhand von Versicherungsdaten wurden dazu Patienten identifiziert, bei denen atopische Dermatitis (n=123.614), Psoriasis (n=83.049), Alopecia areata (n=18.135), Vitiligo (n=9.003) oder Hidradenitis suppurativa (n=6.806) diagnostiziert wurde (vs. 2,37 Millionen Kontrollpersonen ohne CISD). Demnach waren Patienten mit Hidradenitis suppurativa besonders von CED (CU und MC) betroffen, wobei insbesondere das MC-Risiko um fast das Dreifache erhöht war. Patienten mit Psoriasis hatten ein erhöhtes MC-Risiko (CU-Risiko war nicht erhöht); solche mit atopischer Dermatitis, Alopecia areata oder Vitiligo hatten dagegen kein erhöhtes CED-Risiko (weder für CU noch für MC).

Quelle: Schneeweiss MC et al.: Br J Dermatol 2022; doi.org/10.1111/bjd.21704


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
Neueste Artikel
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Risikofaktor für Psoriasis

1,5 Mio. Menschen in Deutschland sind von Schuppenflechte (Psoriasis), einer chronischen entzündlichen Erkrankung der Haut (bisweilen auch der Gelenke und anderer Organe), betroffen. ...

Gastroenterologische Leitsymptome

Nausea und Erbrechen

Nausea und Erbrechen sind entwicklungsgeschichtlich wichtige Reflexe, die verhindern, dass Menschen giftige Substanzen zu sich nehmen, oder ermöglichen, dass sie diese nach Aufnahme ...

Pankreaskarzinom

Regelmäßiges Screening verbessert Prognose

Ein US-Forscherteam untersuchte im Rahmen seiner multizentrischen Studie Cancer of Pancreas Screening-5 (CAPS5) sowie früherer CAPS-Studien (1–4), inwieweit Patienten mit hohem Risiko ...