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6. Oktober 2021

Reizdarmtherapie

Multimodale Behandlung im Fokus

Seit Sommer 2021 ist die aktualisierte Leitlinie zum Reizdarmsyndrom (RDS) verfügbar. Diese trägt aktuellen Forschungserkenntnissen Rechnung. Empfehlungen zur Ernährungs- und Verhaltensweise spielen dabei eine genauso wichtige Rolle wie die Behandlung physischer Symptome. Im Rahmen medikamentöser Interventionen können auch Phytotherapeutika einen bedeutsamen Stellenwert einnehmen.

„Der zukünftige Trend der Behandlung von funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen wird einem personalisierten Therapiemanagement folgen, das nicht nur die symptomatische Behandlung, sondern auch die zugrunde liegende Psycho- und Pathophysiologie in einem holistischen Ansatz berücksichtigt“, sagt PD Dr. Arne Kandulski, Regensburg. Zunehmend gibt es Hinweise darauf, dass bei der Ätiologie des RDS auch das Darmmikrobiom von Bedeutung ist, erklärt Prof. Dr. Gerald Holtmann, Woolloongabba, Brisbane (Australien). So deuten neuere Daten darauf hin, dass eine gastrointestinale Dysbiose häufiger bei RDS-Patienten auftritt als bei Nichterkrankten. Eine Diät mit einer reduzierten Aufnahme an fermentierbaren Oligo-, Di-, Monosacchariden und Polyolen (sog. FODMAP), zeigt bisher positive Effekte auf das Darmmikrobiom und RDS, so Holtmann. Auch Phytotherapeutika können RDS-Beschwerden lindern. So verbessern STW5 (Iberogast® Classic) und STW5-II (Iberogast® Advance) den Schweregrad von RDS-Symptomen, insbesondere von abdominellen Schmerzen, so Prof. Dr. Hans-Dieter Allescher, Garmisch-Partenkirchen.

Bericht:
Dr. Steffen Jakobs

„Volksleiden Reizdarm: Einflussfaktoren und Therapiemöglichkeiten“, Iberogast®-Symposium von Bayer Vitalanlässlich der DGVS-Jahrestagung, September 2021

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