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13. Mai 2022

Leberkrebs

Sicherer und wirksamer Schutz durch Impfung mit Infektionserreger

Bislang sind die Behandlungsmöglichkeiten von Leberkrebs unzureichend, bei zugleich steigender Tendenz zu Neuerkrankungen. Hoffnung macht nun eine Studie von Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI). Ein Impfstoff auf Basis eines stark abgeschwächten Infektionserregers namens Listeria monocytogenes erwies sich in präklinischen Mausmodellen als sicherer und wirksamer Schutz bei prämalignen und malignen Lebererkrankungen. Der auf Listerien basierende Impfstoff liefert Tumor-spezifische Antigene und aktiviert dabei schnell und effizient eine Immunantwort, die sich aktiv gegen den Lebertumor richtet. Folge: Das aktivierte Immunsystem hält das Wachstum des Lebertumors unter Kontrolle. Bei der prophylaktischen Impfung von gesunden Mäusen, in denen später Leberkrebs induziert wurde, stieg das Überleben bei zweifacher Impfung auf 100%. Auch in Mäusen mit Leberfibrose, die zur Risikogruppe für die Entstehung von Leberkrebs gehören, erwies sich der Impfstoff als sicher und war zudem in der Lage, das Immunsystem zu aktivieren.

Hochnadel I et al.: Oncogene 2022. https://doi.org/10.1038/s41388-022-02222-z

Presseinformation Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

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