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28. August 2022

Studie zu Auswirkungen des Ärztemangels

Medizinische Versorgung noch gut

81% der Bürger und 89% der Ärzte, die für den aktuellen MLP-Gesundheitsreport befragt wurden, bewerten die Gesundheitsversorgung in Deutschland weiterhin positiv, die Coronavirus-Pandemie habe jedoch viele Probleme offengelegt oder verschärft. Für die repräsentative Studie zum deutschen Gesundheitssystem hat das Allensbach-Institut im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP rund 1.100 Bundesbürger und über 400 Ärzte befragt. Danach registrieren 29% der Bürger eine durch Ärztemangel begründete Verschlechterung der Gesundheitsversorgung, in Ostdeutschland sogar mehr als die Hälfte. Von den Ärzten konstatieren 52% einen Ärztemangel, in strukturschwächeren Regionen sogar 76%. Die Bevölkerung klagt zudem über lange Wartezeiten (65%) und aus Kostengründen vorenthaltene Leistungen (38%); 58% befürchten eine Zwei-Klassen-Medizin. Geäußert werden überdies Bedenken, dass die bisherigen Erfahrungen aus der Pandemie nicht genutzt werden, um das System besser aufzustellen. Ärzte und Bürger befürchten, dass angesichts der derzeitigen Krisen die notwendigen Reformen nicht rechtzeitig angegangen werden.

Quelle: Pressemitteilung MLP


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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