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25. Juli 2022

Unstatistik 42%

So viel mehr Jugendliche (15 bis 17 Jahre) wurden im Pandemie-Jahr 2021 aufgrund von emotionalen Störungen im Vergleich zum Vorjahr stationär versorgt. Unter emotionale Störungen fallen insbesondere Ängste wie Trennungsangst, soziale Ängstlichkeit oder auch phobische Störungen (z.B. Angst vor imaginären Gestalten). 2021 kamen (im Vergleich zu 2020) zudem 28% mehr 15- bis 17-Jährige mit Depressionen und 17% mehr ältere Teenager mit Essstörungen in die Kliniken.

Mädchen in dieser Altersgruppe wurden mit psychischen Erkrankungen deutlich häufiger stationär behandelt als Jungen. Das ist das Ergebnis der Analyse aktueller Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit für den Kinder- und Jugendreport 2022. Ähnliche Tendenzen gab es auch bei den Schulkindern (10 bis 14 Jahre). Im Grundschulalter (5 bis 9 Jahre) zeigte sich eine spürbare Steigerung von Störungen sozialer Funktionen und eine Zunahme von Entwicklungsstörungen. Die Pandemie hat damit massive Folgen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

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Pressemitteilung DAK-Gesundheit


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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