© Jürgen Gebhardt (Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer)

11. Juni 2022

126. Deutscher Ärztetag

Ärzteschaft fordert Praxiszukunftsgesetz

Um die Potenziale einer vernetzten Medizin zu nutzen, sind enorme Investitionen in den digitalen Ausbau der Praxen erforderlich. Der 126. Deutsche Ärztetag hat daher ein Praxiszukunftsgesetz gefordert. „Ärztinnen und Ärzte verlangen nicht nach staatlichen Hilfen, um ihr internes digitales Praxismanagement auf den neuesten Stand zu bringen. Als Freiberufler in eigener wirtschaftlicher Verantwortung brauchen und wollen wir dafür keine staatliche Unterstützung“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. med. Klaus Reinhardt (Bild) bei der Eröffnung des Ärztetages. Vielmehr gehe es um den interoperablen Ausbau des ambulanten Sektors im Sinne der digitalen Vernetzung und Kommunikation mit anderen Versorgungsbereichen und zwischen den Praxen. Dafür seien enorme Investitionen notwendig. Diese könnten nicht den Praxisinhabern allein aufgebürdet werden. „Hierfür – und nur hierfür – halten wir Finanzhilfen von Bund und Ländern nicht nur für gerechtfertigt, sondern auch für dringend geboten“, so Reinhardts Forderung.

Bundesärztekammer


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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