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13. September 2021

3D-Hautmodell

Alternative zu Tierversuchen

Gerade bei chronischen Wunden stören lokale bakterielle Infektionen die bereits erschwerte Wundheilung. Wundinfektionen verzögern aber auch die Heilung akuter Verletzungen. Bei der Behandlung kommen Wundspüllösungen oder Verbandmittel mit antimikrobiellen Komponenten zum Einsatz. Zum Wirksamkeitsnachweis sind Suspensionsversuche vorgeschrieben, die im Testverfahren bislang an Tieren untersucht wurden.

Forscher am Universitätsklinikum Jena entwickeln derzeit ein 3D-Hautinfektionsmodell, mit dem künftig als Alternative zu Tierversuchen ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung der Wirksamkeit antimikrobieller Wundheilungsprodukte zur Verfügung stehen soll. Das Hautmodell wächst aus Fibroblasten und Keratinozyten auf einem Kollagengerüst und kann sich in einer Nährlösung etwa einen Monat lang regenerieren. Bei Kontakt oder Verletzungen reagieren die Zellen mit der Ausschüttung von immunrelevanten Signalsubstanzen, ganz wie das Organvorbild. Derzeit werden standardisierte Hautverletzungen modelliert, die in anschließenden Infektionsversuchen mit Wundkeimen getestet werden.

Pressemitteilung Universitätsklinikum Jena

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