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8. Juni 2021

Colitis ulcerosa

Darmultraschall zur Verlaufskontrolle geeignet

Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird zur Beurteilung der Krankheitsaktivität bei Diagnosestellung und zur Verlaufskontrolle der Medikation der transabdominelle Ultraschall (US) empfohlen.

Allerdings ist bei Colitis ulcerosa (CU) der US klinisch noch nicht so etabliert wie bei Morbus Crohn (MC). Deutsche Wissenschaftler haben deshalb im Rahmen einer multizentrischen Beobachtungsstudie untersucht, inwieweit der Darmultraschall in der täglichen Routine eine geeignete Methode zur Überwachung des Krankheitsverlaufs bei Patienten mit aktiver CU darstellt. Als primärer Endpunkt wurde die prospektive Evaluation des Darmwandultraschalls definiert. Zu Studienbeginn wiesen 88,5% (n=224) der Patienten eine verdickte Darmwand im Colon descendens oder Colon sigmoideum auf. Bereits innerhalb der ersten 2 Wochen unter Medikation nahm die Darmwanddicke signifikant ab und blieb auch nach 12 Wochen niedrig (Colon sigmoideum Reduktion von 89,3% auf 32,0% bzw. Colon descendens von 83% auf 37,6%; jeweils p<0,001). Die Normalisierung der Darmwanddicke und das klinische Ansprechen zeigten nach 12 Wochen eine hohe Korrelation (90,5%).

Quelle:
Maaser C et al.: Gut 2020;69:1629–1636. doi:10.1136/gutjnl-2019-319451

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