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13. September 2021

CAR-T-Zell-Therapie

Durch zusätzliche Gene auch bei soliden Tumoren wirksam?

Die CAR-T-Zell-Therapie gilt als Durchbruch in der Therapie diverser Leukämieformen. Dabei werden den Patienten T-Zellen entnommen und gentechnisch so bearbeitet, dass sie ein bestimmtes Eiweiß (CD19) auf ihrer Oberfläche produzieren. Wenn die CAR-T-Zellen wieder in den Körper gespritzt werden, sorgt CD19 dafür, dass die CAR-T-Zellen die Krebszellen erkennen und zielgenau daran binden. Die Krebszellen sterben daraufhin ab. Bei soliden Tumoren ist diese Therapie bisher unwirksam. Forscher des LMU Klinikums haben die CAR-T-Zell-Therapie nun so weiterentwickelt, dass sie in Zell- und Tierversuchen auch gegen diese viel häufigeren Krebsformen effektiv waren. Sie schleusten dazu zusätzliche Gene in das Erbgut der CAR-T-Zellen ein, die zwei Moleküle exprimieren: Der C-C-motive Chemokinrezeptor 8 sendet ein Signal, das die CAR-T-Zellen direkt zum Krebsherd lockt und sie in das Tumorgewebe eindringen lässt. Ein im Labor gebauter Rezeptor fängt das Molekül TGF-β ab, bevor es seine krebsfördernde Wirkung entfaltet.

Cadilha BL et al.: Sci Adv 2021; 7 (24) eabi5781. DOI: 10.1126/sciadv.abi5781

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