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20. April 2021

COPD-Exazerbationen

Entzündung reduzieren mit Hyaluronsäure?

Eine kleine Pilotstudie der amerikanischen National Institutes of Health (NIH) hat jetzt ergeben, dass sich die Inhalation von intakter langkettiger Hyaluronsäure positiv auf die Behandlung einer COPD-Exazerbation auswirken könnte.

Die Studie beruht auf Untersuchungen zu den pulmonalen Auswirkungen der Umweltverschmutzung. Darin fanden Forscher, dass Hyaluron in der Lunge bei Belastung mit verschmutzter Luft in kleinere Fragmente zerfällt. Diese Fragmente reizen das Lungengewebe und aktivieren das Immunsystem, was zu einer Verengung und Entzündung der Atemwege führt. Die Inhalation von intakter, nicht fragmentierter Hyaluronsäure konnte diese Entzündung reduzieren, indem sie die kleineren entzündungsfördernden Fragmente verdrängte.

In die Pilotstudie wurden 41 Patienten, die aufgrund schwerer COPD-Exazerbation im Krankenhaus eine nichtinvasive Beatmung erhielten, aufgenommen. 20 Patienten erhielten Hyaluronsäure, 21 ein Placebo. Das inhalative Hyaluron verkürzte bei Patienten die Zeit, in der sie Atemunterstützung benötigten, und verringerte die Anzahl ihrer Krankenhaustage.

Quelle:
Galdi F et al. Respir Res 2021; 22:30

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