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13. September 2021

Erst Test auf okkultes Blut, dann Koloskopie

  • Bei Patienten mit unspezifischen gastrointestinalen Symptomen und niedrigem Darmkrebsrisiko können immunochemische Tests auf okkultes Blut im Stuhl unnötige Koloskopien vermeiden, wie eine britische Untersuchung zeigt.

  • Dabei galten ungeklärte Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust bei Patienten ab 50 Jahren als Kriterien für ein niedriges Risiko. Bei 50- bis 60-Jährigen kamen Veränderungen der Stuhlgewohnheiten oder Eisenmangelanämie hinzu, bei Patienten über 60 Jahre jede Form von Anämie.

  • Von 3.890 Patienten, die wegen solcher Beschwerden einen Test machten, waren 618 positiv auf okkultes Blut und erhielten eine Koloskopie.

  • Dabei wurde bei 43 Patienten Darmkrebs diagnostiziert.

  • Von den 3.272 Patienten mit negativem Testergebnis erkrankten lediglich acht innerhalb eines Jahres an Darmkrebs.

  • Der negative Vorhersagewert der Tests lag bei 99,8 %.

Lit.: Bailey SER et al.: Br J Cancer 2021; 124: 1231–6

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