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28. November 2021

Positronen-Emissions-Tomographie

Erstmals Zellmarkierungsmethode dafür umgesetzt

Im medizinischen Alltag unterstützen bildgebende Verfahren Ärzte dabei, Diagnosen zu stellen und zu überprüfen, ob Therapien wirken. Um bestimmte Vorgänge im Körper darstellen zu können, werden neue Techniken entwickelt, die Zellen oder Moleküle markieren, so dass diese Signale aussenden, die sich außerhalb des Körpers messen und in aussagekräftige Bilder übersetzen lassen. Wissenschaftler der Universität Münster haben jetzt erstmals mit der aus der Mikroskopie bekannten SNAP-tag-Technologie Zellen radioaktiv und im lebenden Organismus markiert. In einer Machbarkeitsstudie entwickelten sie ein SNAP-tag-Substrat mit dem radioaktiven Signalgeber Fluor-18 und machten damit Tumorzellen im Körper von Mäusen mit PET-Bildgebung sichtbar. Die Markierungsmethode eröffnet die Perspektive, Zellen mit unterschiedlichen Bildgebungsverfahren und in verschiedenen zeitlichen Stadien zu untersuchen – wenn z.B. eine Entzündung beginnt, anhält und wieder abklingt – und besser zu verstehen, wie Funktionen einzelner Zellen und ganzer Organe zusammenhängen.

Pressemitteilung Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster

Depke DA et al.: Chemical Communications 2021;57:9850-53. DOI: 10.1039/D1CC03871K

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