© loops7 iStockphoto

21. Oktober 2021

Abwehr von SARS-CoV-2

Frühere Erkältungen verbessern Immunreaktion

Wissenschaftler der Charité und des MPIMG fanden letztes Jahr heraus, dass einige Menschen, die noch nie mit SARS-CoV-2 Kontakt hatten, Gedächtnis-Immunzellen besitzen, die auch den neuen Erreger erkennen. Ursache dafür war, so ihre Vermutung, dass diese T-Helferzellen sich in der Vergangenheit mit harmloseren Erkältungscoronaviren auseinandersetzen mussten und aufgrund der ähnlichen Struktur, insbesondere des Spike-Proteins auf der Virusoberfläche, auch das neue Coronavirus angreifen. Eine solche Kreuzreaktivität wurde mittlerweile in einer Reihe von Studien bestätigt. Unklar blieb allerdings, wie diese Immunzellen den Verlauf einer späteren SARS-CoV-2-Infektion beeinflussen. Die Wissenschaftler nahmen an, dass kreuzreagierende T-Helferzellen eine schützende Wirkung haben, eine frühere Erkältung mit endemischen Coronaviren also die Symptome bei COVID-19 abmildert.

Genau das konnten jetzt die Berliner Forscher in ihrer aktuellen Studie zeigen, und zwar sowohl während der natürlichen Infektion als auch nach einer Impfung. Diese „Kreuzimmunität“ nimmt allerdings mit zunehmendem Alter ab.

Gemeinsame Pressemitteilung Charité, Berlin Institute of Health (BIH) in der Charité und Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG)

Loyal L et al.: Science 2021; doi: 10.1126/science.abh1823