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21. Oktober 2021

Demenz

Geringeres Risiko durch regelmäßige Grippeimpfungen?

Derzeit wird viel über potenzielle Risiken von Impfungen diskutiert – ganz allgemein, aber vor allem im Hinblick auf die SARS-CoV-2-Impfung. Aber es gibt auch potenzielle Zusatznutzen der Impfung. Eine aktuelle retrospektive Studie an 120.000 US-Veteranen (durchschnittliches Alter 75,5 Jahre±7,3) kommt beispielsweise zur interessanten Hypothese, dass regelmäßige Grippeimpfungen zu einem geringeren Demenzrisiko führen könnten. Voraussetzung zur Teilnahme war, dass zwei Jahre zuvor bzw. zum Studienbeginn keine Demenzdiagnose vorlag. Bei der Auswertung wurde die Anzahl der Grippeimpfungen in Relation zum Auftreten von Demenz gebracht. Die Analyse ergab, dass die Inanspruchnahme von Grippeimpfungen mit einem geringeren Demenzrisiko einherging. Allerdings kam der Effekt nur dann zum Tragen, wenn insgesamt mehr als sechs Grippeimpfungen innerhalb des Beobachtungszeitraums (binnen 80 Monate) verabreicht wurden. Damit wurde in dieser Erhebung das Demenzrisiko durch die Impfungen signifikant um 12% gesenkt.

Pressemeldung Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Wiemken TL et al.: Vaccine 2021; 39(39): 5524-31. https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2021.08.046