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26. November 2021

Heimdialyse

In Deutschland immer noch unterrepräsentiert

Etwa 10% der Bevölkerung leiden an einer chronischen Nierenerkrankung. Viele davon sind auf eine Nierenersatztherapie wie z.B. eine Dialyse angewiesen. Diese kann in einem Zentrum oder zu Hause (Heimdialyse) durchgeführt werden. Heimdialyseverfahren sind allerdings in Deutschland immer noch unterrepräsentiert.

Die im Rahmen des Innovationsfonds geförderte MAU-PD-Studie (Multidimensionale Analyse der Ursachen für die niedrige Prävalenz der ambulanten Peritonealdialyse) zeigt für die Bauchfelldialyse (PD) im internationalen Vergleich mit nur 5,4% eine sehr niedrige Quote (Hongkong 79,4%, Schweden 23,8%). Als Ursachen wurden unter anderem mangelnde Information der Patienten, strukturelle Defizite, fehlende Aus- und Weiterbildung und wirtschaftliche Barrieren identifiziert.

Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie zog aus diesen Ergebnissen Konsequenzen und hat einen Plan zur Stärkung von Heimdialyse und Nierentransplantation entwickelt, der mit Unterstützung des G-BA sowie der Gesundheitspolitik umgesetzt werden soll.

Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e.V.

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