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31. Mai 2021

COVID-19

Kein Off-Label-Einsatz von ICS

Derzeit kann keine Empfehlung für die Gabe von inhalativen Kortikosteroiden (ICS) in der Frühphase von COVID-19 gegeben werden.

Die Experten einer Videopressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) waren sich einig: Die hohen Erwartungen, die die britische STOIC-Studie geweckt hat, sind nicht gerechtfertigt.

Der Hintergrund: Im Verlauf der Coronavirus-Pandemie zeigte sich, dass COVID-19 bei Asthmapatienten nur selten einen schweren Verlauf nimmt. Dies wird auf die Therapie mit ICS zurückgeführt, da diese die Expression der Rezeptoren für SARS-CoV-2 reduzieren. Die Phase-II-Studie STOIC sollte untersuchen, ob auch Nichtasthmatiker durch ICS vor einem schweren COVID-19-Verlauf geschützt werden. Sie zeigte, dass das ICS Budesonid im Frühstadium einer SARS-CoV-2-Infektion schwere Verläufe reduzieren und die Genesungszeit verkürzen konnte. Die Studie hatte jedoch laut der Experten methodische Schwächen wie beispielsweise die geringe Patientenzahl (146) und den offenen Studienansatz. (cri)

Quelle: Ramakrishnan S et al.: Lancet Respir Med 2021; doi: 10.1016/S2213-2600(21)00160-0

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