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11. Juni 2022

Jenaer Metastudie

Positiver Effekt von Lachtherapien bestätigt

Lachen ist gesund – mit einer aktuellen Metastudie konnten Jenaer Forscherinnen diese Binsenweisheit jetzt wissenschaftlich bestätigen. Ihre Auswertung von 45 randomisiert-kontrollierten Studien der letzten 30 Jahre, die die Wirkung von Lachtherapien in verschiedenen Patientengruppen testeten, ergab positive Effekte sowohl für physiologische Parameter als auch für die körperliche und seelische Gesundheit.

In die Auswertung gingen nur Studien ein, in denen die Teilnehmer ein körperliches oder psychisches Gesundheitsproblem hatten und zufällig in eine Lachinterventions- und eine Vergleichsgruppe verteilt wurden. Die Studien betrachteten spontanes Lachen, z.B. als Reaktion auf humorvolle Spiele oder Filme, und simuliertes bzw. angeleitetes Lachen wie beim Lachyoga. Die Lachtherapie dauerte von einmalig wenigen Minuten bis über Wochen in regelmäßigen Terminen, sie wurde einzeln oder in Gruppen durchgeführt und es wurde gemessen, wie sich das Lachen auf physiologische Parameter (Blutzuckerspiegel, Blutdruck, Entzündungsmarker), auf die körperliche Gesundheit (Schmerz, Beweglichkeit) oder auf die psychische Gesundheit (Depressivität, Ängstlichkeit, Stress) auswirkt.

Stiwi K, Rosendahl J: Ther Clin Pract. 2022; 47:101552. DOI: 10.1016/j.ctcp.2022.101552.

Pressemitteilung Universitätsklinikum Jena


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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