13. September 2021

COVID-19-Erkrankung

Spikeprotein wirkt auch auf angeborenes Immunsystem

Eine SARS-CoV-2-Infektion kann zur massiven Ausschüttung von entzündungsfördernden Signalstoffen (Zytokinen) führen, die bei einigen Patienten schwere Entzündungen der Lunge und anderer Organe hervorruft. Warum manche Infizierte mit einer überschießenden Immunantwort auf das Virus reagieren, ist noch nicht hinreichend geklärt. Forscher der Uniklinik Köln haben jetzt in ihrer aktuellen Studie ein Oberflächeneiweiß von SARS-CoV-2, das sogenannte Spikeprotein, im Fokus. Das Spikeprotein ist als für die erworbene Immunität und den Schutz durch Antikörperbildung wichtiges stimulierendes Eiweiß bekannt. Die Wissenschaftler untersuchten erstmals die Wirkung des Spikeproteins auf das angeborene Immunsystem, dessen Aktivität auch mit schweren Krankheitsverläufen assoziiert ist. Sie konnten zeigen, dass Makrophagen durch das virale Spikeprotein massiv zur Produktion des entzündungsfördernden Signalstoffs Interleukin 1 angeregt werden – allerdings nur Makrophagen von COVID-19-Patienten. Makrophagen von Menschen, die noch keinen Kontakt mit SARS-CoV-2 hatten, reagierten nicht mit der Ausschüttung von Interleukin 1.

Pressemitteilung Uniklinik Köln

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