30. April 2021

Warum ich Allgemeinarzt bin

„Die Dankbarkeit meiner Patienten trägt mich durchs Leben“

Letztendlich bin ich Allgemeinarzt, weil mein Vater, der ebenfalls hier am Ort tätig war und dessen Praxis ich übernommen habe, mir ein sehr gutes Vorbild war.

Auch wenn er – wie das in seiner Generation selbstverständlich war – extrem viel gearbeitet hat, habe ich bei ihm doch gesehen, was für ein vielseitiger Beruf das ist, in dem einem ungemein viel Positives begegnet.

Das gibt es nirgendwo anders als in der Hausarztmedizin und das trägt einen förmlich durchs Leben. Der Beruf ist nicht einfach, aber dass einen die Patienten durch ihre Dankbarkeit und durch ihr Wiederkommen bestätigen, ist großartig. Ich glaube, ein Sportler muss sich ähnlich fühlen, wenn ihn seine Fans anfeuern und durch ein schwieriges Match tragen. Auf dem Land ist das durch die soziale Eingebundenheit und die tägliche Begegnung mit den Patienten, auch außerhalb der Praxis, sicherlich noch viel stärker spürbar als in der Stadt. Für mich hat der Beruf als Landarzt jedenfalls nur Positives.

Dr. med. Dipl.-Oek. Bernhard Riedl
Facharzt für Allgemeinmedizin und Gesundheitsökonom,
Wenzenbach
Lehrkoordinator Allgemeinmedizin an der TU München


Zitierhinweis: erschienen in dieser Ausgabe
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